Transparenz
schafft Vertrauen

Durchblick für Sie als Patient: dank mehr Transparenz sehen Sie, in welchen Bereichen pharmazeutische Unternehmen mit Ärzten, Krankenhäusern & Co. zusammenarbeiten und was ihnen diese Zusammenarbeit wert ist.

Zusammenarbeit

Patienten profitieren von der intensiven Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Pharmaindustrie, weil dadurch neue und innovative Arzneimittel entwickelt oder bereits verfügbare Therapien verbessert werden. Das ermöglicht die Behandlung und Heilung vieler Krankheiten.

Transparenz

Damit Sie und die gesamte Öffentlichkeit nachvollziehen können, was zwischen Ärzten und Pharmaindustrie passiert, legen die pharmazeutischen Unternehmen auf ihren Websites offen, an wen und wofür geldwerte Leistungen erbracht werden.

Vertrauen

Dank dieser Initiative wächst das Verständnis für diese Zusammenarbeit – und das Vertrauen in das gemeinsame Tun von Pharmawirtschaft und den Angehörigen sowie Institutionen der Fachkreise (Ärzte, Krankenhäuser, etc.) wird gestärkt.

Denn: Transparenz schafft Vertrauen.

Die Offenlegung auf einen Blick

WAS versteht man unter Angehörige und Institutionen der Fachkreise?

  • Angehörige der Fachkreise (AFK) sind Ärzte, Apotheker, Zahnärzte, Dentisten, Hebammen, Angehörige des Krankenpflegepersonals, der medizinisch-technischen Dienste und Sanitätsdienste, sonstige Sanitätseinrichtungen, etc. Ärzte gewinnen Wissen und Erfahrung durch die Anwendung neuer Therapien und Informationen über neue Arzneimittel
  • Institutionen der Fachkreise (IFK) sind Krankenhäuser, Einrichtungen / Organisationen / Institutionen, die sich überwiegend aus Angehörigen der Fachkreise zusammensetzen.

WARUM arbeiten Pharmaindustrie, AFK und IFK zusammen?

  • Ohne Zusammenarbeit von Industrie, AFK und IFK gibt es keine Arzneimittelforschung
  • Ärzte gewinnen Wissen und Erfahrung durch die Anwendung neuer Therapien und Informationen über neue Arzneimittel
  • Unternehmen können dank der Erfahrung aus der täglichen medizinischen Praxis ihre Produkte noch besser auf Patientenbedürfnisse abstimmen
  • Patienten profitieren durch Fortschritte in der klinischen Praxis, Verbesserungen bei der Patientenversorgung und die Entwicklung neuer Therapien

WO und WIE arbeiten Pharmaindustrie, AFK und IFK zusammen?

  • Forschung und Entwicklung (z.B. Teilnahme an klinischen Prüfungen)
  • Dienst- und Beratungsleistungen (z.B. Vortragstätigkeit bei Fachkongress)
  • Spenden und Förderungen an Institutionen (z.B. für Aus- und Weiterbildung, Forschung)
  • Organisation, Durchführung oder Finanzierung von Fortbildungsveranstaltungen

WARUM zahlen Unternehmen Gelder an AFK oder IFK?

  • Es ist fair und angemessen, AFK für ihre Zeit und ihr Fachwissen entsprechend zu vergüten - wie bei jeder anderen Berufsgruppe, die Dienstleistungen erbringt.
  • Dabei geht es beispielsweise um die Teilnahme von AFK an Forschungsprojekten oder um eine Vortragstätigkeit eines AFK im Rahmen der medizinischen Weiterbildung. Es können aber genauso auch Spenden an IFK geleistet werden, um wissenschaftliche Projekte oder die Fortbildung von Ärzten zu fördern.
  • Die Höhe der Vergütung hat angemessen zu sein und hängt vom jeweiligen Umfang, Zeitaufwand sowie von der Fachkompetenz und Erfahrung ab.

WARUM werden geldwerte Leistungen an AFK/IFK offengelegt?

  • Mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Zusammenarbeit zwischen Pharmaindustrie und AFK/IFK
  • Stärkung des Vertrauens der Öffentlichkeit und Patienten in diese notwendige Zusammenarbeit
  • Mehr Verständnis für den Nutzen dieser Zusammenarbeit

WANN und WO werden geldwerte Leistungen an AFK/IFK offengelegt?

  • Auf einer öffentlich zugänglichen Website in der Verantwortung des pharmazeutischen Unternehmens
  • Zum ersten Mal bis zum 30.6.2016, rückwirkend für das Jahr 2015
  • Danach immer bis spätestens 30.6. des folgenden Kalenderjahres
  • Die Daten bleiben drei Jahre lang auf der Website ersichtlich

Q&A zur Transparenzinitiative

WARUM arbeiten Pharmaindustrie, AFK und IFK zusammen?

Oberste Priorität genießt die Gesundheitsversorgung der Patienten. Um diese laufend zu gewährleisten und zu verbessern, arbeiten Pharmaindustrie und AFK/IFK zusammen. Ärzte gewinnen dabei Expertise in der Anwendung neuer und innovativer Therapien. Unternehmen können die Erfahrungen aus der Praxis in die Entwicklung ihrer Produkte integrieren und diese noch besser auf Patientenbedürfnisse abstimmen. Patienten profitieren von Fortschritten in der klinischen Praxis, Verbesserungen bei der Patientenversorgung und von der Entwicklung neuer Therapien – für ihre Gesundheit.

WANN und WO arbeiten Pharmaindustrie, AFK und IFK zusammen?

Pharmaindustrie, AFK und/oder IFK arbeiten in der Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln zusammen. AFK arbeiten beispielsweise bei klinischen Prüfungen mit, die im Rahmen einer Arzneimittelentwicklung stattfinden (müssen). Pharmazeutische Unternehmen organisieren, finanzieren und/oder führen solche klinischen Prüfungen durch.

Im Zusammenhang mit Dienst- und Beratungsleistungen üben AFK etwa eine Vortragstätigkeit im Rahmen eines Fachkongresses aus oder arbeiten in wissenschaftlichen Beiräten mit.

Pharmazeutische Unternehmen unterstützen über Spenden und Förderungen IFK, wobei dies an bestimmte Zwecke geknüpft sein muss, z.B. Aus- und Weiterbildung, Forschung, wissenschaftliche oder fachliche Tätigkeit. Ein Beispiel ist die Spende für eine Krankenhausbibliothek.

Pharmazeutische Unternehmen befinden sich in der einzigartigen Lage, die Erkenntnisse weitergeben zu können, die im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Zusammenhang mit neuen Arzneimitteln gewonnen werden. Sie organisieren, unterstützen oder realisieren daher Veranstaltungen für bzw. mit AFK/IFK, die der wissenschaftlichen Information und/oder fachlichen Fortbildung dienen.

WIE wird die Unabhängigkeit von AFK/IFK gewahrt?

Grundsätzlich ist die Zusammenarbeit mit AFK/IFK umfassend und klar geregelt. Alle Interaktionen werden durch die EU-Richtlinie 2001/83/EG zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel, Gesetze (z.B. AMG) sowie durch nationale Verhaltenscodizes (in Österreich z.B. Pharmig-Verhaltenscodex oder auch der Ärztekodex) sowie weitere darüber hinaus geltende (lokale) interne Richtlinien geregelt.

Der Pharmig-Verhaltenscodex regelt, dass die Erbringung von Leistungen nicht an eine Bedingung zur Empfehlung, Verschreibung oder Abgabe eines Arzneimittels geknüpft sein darf (vgl. z.B. VHC Artikel 8.2 c).

Unabhängige, evidenzbasierte klinische Entscheidungen sind ein Grundprinzip der europäischen Gesundheitssysteme. Die Pharmaindustrie ist diesem Grundsatz verpflichtet.

WAS sind geldwerte Leistungen?

Darunter fallen Leistungen im Zusammenhang mit Forschung & Entwicklung (z.B. Mitarbeit eines Arztes bei einem Forschungsprojekt), Dienst- und Beratungsleistungen (z.B. Vorträge, medizinisch-wissenschaftliche Beratung), Spenden und Förderungen (z.B. für eine Krankenhausbibliothek oder ein Forschungsprojekt) und Veranstaltungen (z.B. die Übernahme von Teilnahmegebühren, Reise- und Übernachtungskosten im Zuge einer wissenschaftlichen Weiterbildung).

WARUM erhalten AFK/IFK geldwerte Leistungen?

Wie bei jeder Berufsgruppe, die Dienstleistungen erbringt, ist es fair und angemessen, auch AFK oder IFK für ihren Aufwand, ihre Zeit und ihr Fachwissen entsprechend zu vergüten.
Die Höhe der Vergütung hat angemessen zu sein und hängt vom jeweiligen Umfang, Zeitaufwand sowie von der Fachkompetenz und Erfahrung ab.

WARUM werden geldwerte Leistungen an AFK/IFK offengelegt?

Durch die Offenlegung gewinnt die Öffentlichkeit, gewinnen Patienten und alle Interessierte Durchblick und damit mehr Vertrauen in das Gesundheitswesen. Sie wissen, in welchen Bereichen die Industrie mit AFK/IFK zusammenarbeitet und was ihr diese Zusammenarbeit wert ist. Transparenz schafft Vertrauen.

WELCHE VORAUSSETZUNGEN gelten für die Offenlegung geldwerter Leistungen?

Die Leistungen können entweder individuell oder aggregiert eröffentlicht werden. Für eine individuelle Offenlegung unter Angabe des Namens des Leistungsempfängers müssen AFK und IFK ihre Zustimmung erteilen.

Liegt keine Zustimmung für eine individuelle Offenlegung vor, werden die geldwerten Leistungen aggregiert, d.h. zusammengefasst veröffentlicht. Dabei werden von jedem Unternehmen die Gesamtzahl der AFK, die ihre Einwilligung nicht erteilt haben, und die Gesamtsumme der an sie geleisteten Zahlungen ausgewiesen.

WO und WANN werden geldwerte Leistungen an AFK/IFK offengelegt?

Die Daten sind auf einer öffentlich zugänglichen Website in der Verantwortung des pharmazeutischen Unternehmens in deutscher oder englischer Sprache zur Verfügung zu stellen. Die Offenlegung erfolgt bis zum 30.6. des Jahres, rückwirkend für das vorhergehende Jahr. Die Daten bleiben drei Jahre lang auf der Website ersichtlich.

Sie haben noch Fragen?
Mehr Infos finden Sie in den Questions & Answers sowie auf www.pharmig.at

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